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[Gallery] - Erste Begegnung


Entstanden: Ende März
Fertig gestellt: 04.04.2018
Gemalt mit: Auf PC
FSK: 0
Arbeitszeit: 12 Stunden

Kommentar des Künstlers:
An einem Abend hatte ich die erste Begegnung zwischen Katarina Combatir und Yugi Muto im Kopf und dieses Mal wollte ich alles aus dem Kopf heraus zeichnen. Das war mein erster großer Versuch und oh Gott ich war happy, als es so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Im Stream habe ich das Bild ausgemalt und zusammen mit Arti der Community Stück für Stück erklärt, welche Tricks angewandt werden. Dabei haben wir uns schon privat fast 2 1/2 Stunden wegen der Position verquatscht. Mein Gott war das lustig gewesen! Zum Inhalt des Bildes: In der Szene ist Yugi gerade unterwegs nach Hause und kommt an der Villa vorbei, die den Combatirs gehört. Er hört eetwas rascheln und entdeckt Katarina, wie sie auf der Mauer hockt und anscheinend abhauen will. In diesem Bild wird der Augenblick festgehalten, bei dem sich diese Personen zum ersten Mal begegnen. Der Text sind Yugis Gedanken und sagen aus, dass diese Begegnung Schicksal war, was sich im Laufe der Zeit auch herausstellt.
Auch wenn die Posé von Kata auf der Mauer etwas komisch aussieht bin ich mit dem Werk voll zu frieden. 

[Eldrâren] - Leseprobe

Seit Jahren schreib ich an meiner Geschichte, doch dieses Jahr habe ich beschlossen mich von der Fanfiktion Genre zu lösen und was eigenes aufzubauen! Bitte gebt euer Feedback! Das würde mir sehr weiter helfen.

Der Donner ließ die Erde erbeben und die Blitze gewährten dem Himmel nur einen kurzen Moment Licht. In dem Sturm, der das Gewitter begleitet, rannte ein Mann einen steilen Weg Richtung Berggipfel entlang. Mit einem Arm presste er den Mantel an sich, damit die Kälte nicht ganz den Körper lähmen konnte. In seinem anderen Arm hielt er das Arbersodum, ein in dunkles Leder gebundenes Buch, das er so fest an sich drückte, wie er konnte. Er wusste, dass sein Leben davon abhing und die letzten Momente seines Lebens durch seine Finger glitten wie Sand dahin. Das Buch war sehr mächtig - aber auch sehr gefährlich und für ihn ein Fluch. Und deshalb musste er vorsichtig sein, aber auch schnell, ehe jemand ihn aufhielt. Doch es war nicht einfach sein Ziel zu erreichen.

Doch es war nicht einfach, da der Weg sehr schlammig war und er bei jeder falschen Bewegung abrutschen konnte. Außerdem peitschte ihm der Regen ins Gesicht, wodurch seine Sicht sehr eingegrenzt wurde. Aber er musste es tun, ehe er von seinen Freunden eingeholt wurde, die versuchen würden, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Von Weitem hörte er ihre Stimmen, die nach ihm riefen. Er drehte sich um und konnte kaum die Silhouetten der drei Personen erkennen, die ihm folgten. Eine davon war seine Frau. Er konnte ihre Stimme deutlich vernehmen, wie sie seinen Namen schrie und seine Füße wollten stehen bleiben, ihn zum Umkehren animieren und ihn in die Arme seiner Geliebten tragen. Doch er konnte nicht. So hob er seine Hand dem Himmel entgegen, murmelte etwas unverständliches und mit einem Mal wurde der Regen immer stärker. Von Weitem hörte er die Schreie seiner Freunde, die durch den plötzlich stärkeren Regen überrascht wurden. Er lief weiter durch den dicken Schlamm und erreichte den Gipfel des Berges. Kurz gab sich der Mann seiner Erschöpfung hin und fiel auf die Knie, doch lange konnte er sich nicht ausruhen, denn er hörte die Stimmen seiner Gefährten. Verzweifelt sah er in die Richtung aus der er gekommen war und stieß einen lauten, wütenden Schrei aus. Warum mussten sie ihm folgen? Er legte das Buch zu Boden. Die Seiten bestanden aus Pergament und man konnte sehen, dass dieses Buch schon tausende von Jahren überdauert hatte. Es fiel ihm schwer die Buchstaben darin zu entziffern, da das Licht doch recht schwach war. Seine Hand ballte sich kurz zusammen, während er die Augen schloss und sich konzentrierte. Als er sie öffnete .hielt er in seiner Hand eine Kugel aus Feuer, die ihm Licht und Trost spendete. Trotzdem durfte der Mann keine Zeit verlieren, denn das Erschaffen der Kugel entzog ihm Stück für Stück seine Körperwärme - und das, wo er sowieso schon fror Er blätterte durch die Seiten und suchte den Zauber, der alles entscheiden könnte, bevor das Ende kam. Der Mann wusste, dass seine Zeit auf Erden zu Ende war. Er sah verächtlich hinunter auf das Buch, ein Fluch für jedes Wesen auf der Erde und besonders für ihn und seine Freunden. Ein Gegenstand, der nicht hätte existieren dürfen. Dieses Buch war der Grund, weshalb seine Zeit abgelaufen war. Als er es zusammen mit seinen Freunden auf die Erde beschworen hatte, um es zu vernichten, wurde ihm der Zeitpunkt seines Todes mitgeteilt. Dieser würde genau dann eintreten, wenn die Zeit des Buches auf der Oberwelt abgelaufen war und es wieder für mehrere Jahrhunderte im Reich der Schatten verschwinden musste, ehe es wieder erneut auftauchen würde. Diese ganze Situation hatte der Mann seinen früheren Inkarnationen zu verdanken. Sie wurden hereingelegt und zwar von dem schwarzen Mann, ihrem Gegenspieler. Er war ihr Schatten und auch ihr Tod. Doch dieses Mal würde er dafür sorgen, dass sie den schwarzen Mann überlisten konnten und die nächsten Inkarnationen der Gefährten eine Trumpfkarte bekamen. Deshalb blätterte er und fand den Zauber, erhob sich und begann mit einem Sprechgesang. Die Winde peitschten ihm ins Gesicht. Er erblindete durch den Regen und doch zeigte sich ein Lächeln auf seinem Gesicht. Sein Sprechgesang wurde lauter und plötzlich wurde er in einen Schein aus blauem Licht gehüllt, während in der linken Innentasche seines Mantels ein Gefäß ebenfalls blau aufleuchtete.

‘Oh du Mutter der Erde. Gib mir die Kraft, die ich brauche, um es gelingen zu lassen’, dachte er und streckte seine Arme zum Himmel empor.

Er spürte, wie ihm heiß wurde, fiebrig heiß. Seine Temperatur stieg an, trotz der eisigen Kälte und doch hörte er nicht auf. Sein Körper musste das Fieber nur lang genug aushalten, dann könnte er seine letzte Ruhe antreten.

“EURIS!”, schrie eine Stimme im Wind und sein Kopf drehte sich in die Richtung aus der er sie vernommen hatte.

Er konnte sehen, wie seine Frau keuchend zu ihm gelangen wollte und der Mann lächelte bei ihrem Anblick. Sie hatte viele Schnitte und Kratzer im Gesicht und doch sah sie so schön wie damals, bei ihrer ersten Begegnung aus. Sein Blick fiel auf ihren Bauch, der eine leichte Wölbung zeigte. Hätten sie noch ein paar Monate Zeit gehabt, wäre er wieder Vater geworden. Er hätte ein Leben an der Seite dieser Frau gehabt zusammen mit seiner kleinen Tochter Marianne, seinen kleinen Bruder Marcus und seine kleine Schwester Primel. Dieser Augenblick des Glücks hielt nur für ein Herzschlag an, denn plötzlich spürte er einen stechenden Schmerz in seinem Bauch, ehe er den Schrei seiner Frau hörte, wie sie immer und immer wieder seinen Namen rief. Er konnte verschwommen sehen, dass ein Speer seinen Körper durchbohrt hatte, ehe er langsam auf die Knie sank und zur Seite fiel. Kalte Hände fingen ihn auf. Sein Kopf wurde auf den Schoß gebettet und er sah in das weiche Gesicht seiner Geliebten, die sich schüttelte vor Weinen und ihn anflehte bei ihr zu bleiben. Er nahm ihre Hand, die so eisig kalt war und gab ihr einen Kuss auf den Handrücken. Er konnte sehen, wie ihre Konturen langsam verschwammen und als er seitlich zu dem Buch Arbersodum blickte, sah er, wie es sich in millionen von schwarz grauen Teilchen auflöste.

“Euris, du Irrer”, war die Stimme eines anderen Mannes zu vernehmen, der in Begleitung einer weiteren Frau vor ihm stand und sich zu ihm hin kniete. Er wirkte erschöpft und sein Gesicht war in Schweiß gebadet, “was hast du dir nur dabei gedacht?”

“Nichts!”, gestand der Sterbende röchelnd und zwang sich zu einem Lächeln, “Muss für dich nichts Neues sein, oder Aurel?”

Der Angesprochene verzog das Gesicht zu einer Grimasse und auch wenn er bedacht war wütend auszusehen, er konnte es nicht. Nicht da er wusste, dass seine Lebenszeit abgelaufen war. Er sah nach unten zu seinen Füßen, die nun begonnen hatten rot aufzuleuchten. Kleine, rot leuchtende Teilchen schwebten dem Himmel entgegen und je stärker das Leuchten wurde, desto mehr verschwanden seine Füße und schließlich auch ein Teil seiner Unterschenkel.

“Du Narr!”, zischte eine kalte Stimme im Wind und plötzlich erhob sich aus dem Nichts ein Schatten. Es war der schwarze Mann!

Sofort erhob sich Aurel so gut es ging und holte aus seinem Mantel eine rote Phiole hervor. Bevor es zu Ende ging mit ihm, wollte er den Saum des schwarzen Mantels anbrennen lassen. Neben ihm klammerte sich seine Gefährtin an ihn und blickte ebenfalls wütend zu dem schwarzen Mann auf. Trotzdem wirkte sie angeschlagen und kraftlos. Ihre Füße leuchteten in einem zarten Grün. Das Gesicht des schwarz gekleideten Mannes war verhüllt, doch man konnte zwei rote feurige Augen erkennen, die zu den sterbenden Vieren hinab sahen.

“Hast du wirklich geglaubt, ich lasse es zu, wie du die Regeln verändern willst, Hardath?”, fragte er mit Hohn in der Stimme und blickte zu dem sterbenden Euris hinab. Fast die Hälfte seines Körpers war nun verschwunden, während die Teilchen aus einem hellen Blau immer zahlreicher wurden.

Die Mundwinkel des Durchbohrten zuckten leicht und er hob seine Hand dem Himmel entgegen, so als wollte er nach etwas greifen.

“Dein… Urteil… wird bald… fallen”, flüsterte er und seine Hand sank nach unten direkt auf den Bauch seiner Frau. Ein Schrei war zu hören und sie rüttelte panisch an ihrem geliebten Ehemann, doch es war zu spät. Er atmete nicht mehr. Er war tot. Tot bevor er sich aufgelöst hatte.

“Es tut mir so leid, Martha”, flüsterte die Frau neben Aurel und griff nach ihrer Hand. Ihr ganzer Unterkörper war bereits von der Welt entschwunden, während ihr Gefährte langsam mit dem Oberkörper auf den kalten Boden sank und hilflos zusah wie sein Körper sich dematerialsierte. Martha sah in ihrem Schoß, wie Euris Oberkörper mit dem hellen blauen Licht verschwand und die Wärme dieses Mannes ebenfalls fortgerissen wurde. Sofort quollen Tränen über das Gesicht Marthas, große heiße Tränen, die über ihr Gesicht liefen und dann wie Regentropfen zu Boden fielen. Die Hochschwangere sah zu ihrem Bauch hinab und strich sanft darüber, weinte über den Verlust ihres Geliebten und das Leben, das sie verraten hatte. Sie kniff die Augen zusammen und wartete auf ihre eigene Auslöschung, ihrem Ende, doch es geschah nichts. Sie spürte, wie die Hand ihrer Weggefährtin sich in Nichts auflöste. Es blieb nur noch ihre Stimme, die der geliebten Freundin Lebewohl sagte, immer leiser in Martha widerhallte, und schließlich verstummte. Vorsichtig öffnete sie ein Auge und sah, dass keine gelben Partikeln sie umgaben, dass sie immer noch dort auf dem Gipfel war und alle waren sie verschwunden. Selbst das Buch, dass an ihre Lebenszeit geknüpft war, hatte sich in schwarzen Rauch aufgelöst und als sie ihren Gürtel kontrollierte, bemerkte sie, dass ihr magisches Artefakt fehlte. Sie war nichts weiter als eine wehrlose, hochschwangere Frau. Niemand war hier, nur sie und der schwarze Mann. Zitternd sah sie zu der schwarzen Gestalt auf und sie konnte in den roten starren Augen Furcht erkennen. Etwas hatte sich verändert, etwas, das ihr geliebter Euris ermöglicht hat. Sie lebte! Sie hatte sich nicht aufgelöst, was bedeutet die Auslöschung wird durch etwas aufgehalten.

‘Wahrlich du bist wirklich eine Hoffnung’, dachte sie und musste dabei lächeln.

“Hardath!” Die Stimme des schwarzen Mannes klang wie ein Donnern und die Frau namens Martha sah ängstlich zu, wie die Gestalt des schwarzen Mannes sich immer weiter erhob und dabei den ganzen Ort in Finsternis ein hüllte.

“DU WAGST ES, DIE SPIELREGELN ZU VERLETZEN? DAS WIRST DU BEREUEN HARDATH EURIS!”

Die Gestalt streckten den Arm empor und ließ diesen Kreisen. Ein Sturm entstand über dem Gipfel und das Donnern und der Regen war so laut, dass Martha kaum die Worte des schwarzen Mannes verstehen konnte.

“HÖRT MEINE WORTE! HARDATH EURIS WIRD ES BEREUEN MICH BETROGEN ZU HABEN! ER WIRD FÜR SEINE SÜNDEN BEZAHLEN. UND DAS WIRD SICH AUF SEINE NACHFOLGENDE GENERATION AUSWIRKEN! ABER VOR ALLEM WIRD SEINE NÄCHSTE INKARNATION DARUNTER LEIDEN!”

“NEIN! MARIANNE!”, schrie Martha, doch der Schrei wurde durch den Sturm und die Kälte erstickt. Die Stimme des schwarzen Mannes hallte durch den Sturm und wurde eins mit dem lauten Donner und dem Pfeifen des Windes, während in seiner Hand eine schwarze Kugel durch den Sturm entstand und immer weiter anwuchs. Als sie so groß war wie eine Kristallkugel, warf er die schwarze Kugel in den tiefen Abgrund, worauf nach einigen Augenblicken ein lauter Knall zu hören war. Martha schüttelte sich und verbarg ihre Gesicht in den Händen. Ihre Gedanken waren bei Euris Geschwistern und bei ihrer kleinen Tochter, die noch so jung und unschuldig war und nun eine große Last zu tragen hatte. Euris wollte sie, seine Geschwister und seine Kinder beschützen und hatte dafür gesorgt, dass der schwarze Mann sie mit einem Fluch belegte. Und nun saß sie hier in dieser Kälte, ihre Magie so schwach, dass sie ihrem Feind nichts entgegen zu setzen hatte.

“Und nun zu dir!”, hörte sie eine Stimme direkt an ihrem Ohr und sie spürte die finstere Aura, die von diesem Mann ausging.

Marthas Körper bebte und sie legte ihre Arme schützend um ihren Bauch. Dabei wandte sie sich ab. Er würde sie nicht leben lassen, selbst mit einem Baby unter dem Herzen. Weiße Hände tauchten aus dem schwarzen Saum hervor und nahmen die Kapuze ab. Martha stieß einen schrillen Schrei aus. Sie wollte, das es endet. Und da kam der erlösende Blitz.




Auf einer Brüstung, weit weg von dem Geschehen, saß eine junge Frau auf dem weißen Marmor und blickte hinunter auf ein Bild, dass einen Gipfel zeigte. Sie sah wie ein Blitz in die Spitze des Berges einschlug, dann verschwamm die Szene und sie sah nur noch den Grund des Teiches. Seufzend fuhr sie mit ihrer Hand durch ihr blaues Haar und neigte den Kopf nach hinten. Sie schloss ihre Augen und fühlte auf ihrer glatten hellen Haut die Wärme der Sonne. Auch wenn ihr Element das Wasser war, so war sie dem Element Feuer nicht abgeneigt. Bis zum Schluss war sie bei dem jungen Mann geblieben, der versucht hatte seine Frau und sein ungeborenes Kind zu beschützen. Sie konnte sich vorstellen, dass ihr guter Freund nun traurig sein würde durch den Verlust.

“Schrecklicher Anblick, nicht wahr?”, fragte eine tiefe Stimme und aus dem Schatten einer Weide trat ein kräftig gebauter Mann hervor mit dunkelbraunen Haaren, leicht bräunlicher Haut und Hörnern auf seinem Kopf, die an die eines Stieres erinnerten.

“Jeder Tod der großen Vier ist schrecklich gewesen, Stier”, sagte die Frau sanft und erhob sich, “wo sind Waage und Löwe?”

“Sicherlich bei den Anderen. Sie müssen die Seelen der Vier auffangen und die Phiolen an sich nehmen”, sagte der Mann mit dem Namen Stier.

“Bestimmt ist Zwilling gerade untröstlich”, sagte die Frau leise und musste an die beiden Personen denken, die im Grunde eine Einheit bildeten.

“Alle sind gerade untröstlich, Fisch”, sagte Stier und setzte sich auf eine Bank, “die Frage, die wir uns nun stellen müssen ist: Was soll jetzt geschehen?”

Das war die Frage, die einer der großen Zwölf immer stellte und jedes Mal war die Antwort dieselbe: “Immer wieder versuchen.”

So sagte es auch Fisch und blickte in die dunklen Augen von Stier, der sofort aufschnaubte und die Arme verschränkte.

“Immer wieder versuchen? Bald ist die Kraft unserer Herrin erschöpft. Ich weiß nicht wie du es siehst, aber den schwarzen Mann will ich nicht auf den Thron sehen”, sagte der Stier ein wenig hitzig, “vorher will ich ihn mit meinen Hörnern durchbohren!”

Die Frau namens Fisch verdrehte die Augen, doch ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Es war wieder einmal so typisch Stier; mit dem Kopf durch die Wand.

“Ah hier seid ihr”, sagte eine ruhige majestätische Stimme. Ein Mann mit feurig roten Haaren und gelben Augen kam auf den Stier und den Fisch zu und hob fragend die Augenbrauen. Seine Hände sahen mehr wie Tatzen von einem Tier aus. Hinter ihm zuckte sein Löwenschwanz unruhig hin und her.

“Hallo Löwe”, grüßte Fisch und Löwe erwiderte den Gruß mit einem Nicken, “wie geht es Widder, Steinbock, Zwilling und Skorpion?”

“Könnte besser sein”, beantwortete eine andere Stimme die Frage des Fisches. Hinter dem Löwen kam ein Mann mit kurzen weißen Haaren, hellgrünen Augen und einem jungenhaften Gesicht hervor. In der Hand hielt er eine Balkenwaage aus Gold, in deren Schalen ein paar Gewichte lagen. Es war die Waage.

“Ich hoffe unsere Herrin erholt sich”, sagte Fisch leise.

“Sie ist schwach”, sagte Löwe, “Skorpion und Jungfrau sind bei ihr und versuchen ihr Kraft zu geben. Steinbock ist gerade im Schrein und schützt die Kugeln.”

“Ich dachte sie wäre bei den Anderen, um über die vier Wächter zu trauern”, sagte der Stier überrascht.

“Sie hat darauf bestanden, die vier Elementarkugeln zu bewachen. Im Moment will sie nur alleine sein”, entgegnete Waage bestimmt, ehe sein Blick untröstlich auf dem Gegenstand in seiner Hand fiel. Einer der Schalen sank immer weiter hinunter, während die Andere weiter nach oben glitt.

“Es ist nicht im Gleichgewicht. Die Erde verfinstert sich und die Dunkelheit nimmt immer mehr zu. Ich fürchte eine weitere Niederlage werden wir nicht verkraften können”, flüsterte der weißhaarige junge Mann.

“Dann liegt es nun an uns, dass das Licht siegt und die Balance zwischen Gut und Böse wieder hergestellt wird”, sagte der Löwe würdevoll, “die nächsten Vier stehen unter unserem Sternzeichen. Auf uns Vier kommt es an.”

“Auf euch Drei”, sagte der Fisch und strich eine blaue Strähne hinter ihr Ohr. Stier, Waage und Löwe blickten verwirrt zu ihr hin, worauf sie ihnen die Drohnung des schwarzens Mannes verkündete. Die Drohung gegen Hardath, der im Sternzeichen Fisch geboren werden würde.

“Ach das möchte er tun!.” Man konnte hören, wie die Haare des Löwen leicht knisterten, “Nun, das ist höchst interessant.”

“Ich finde es eher beängstigend, dass der schwarze Mann nun aktiv wird. Bisher hat er sich im Hintergrund gehalten und zugeschaut”, sagte Waage.

“Das kann nur eines bedeuten: Er hat Angst und deshalb müssen wir das Kind des Fisches beschützen”, erklärte der Löwe und seine Augen blitzten hinüber zu dem Fisch, die knapp nickte. Sie wusste, dass sie sich auf ihre Freunde verlassen konnte und wenn der Löwe selbst auf einen Angriff aus war, um ihren zukünftigen Schützling zu beschützen, dann würde er es tun.

Seit Jahrtausenden kämpften Licht und Dunkelheit gegeneinander. Ein Kampf zwischen der hohen Herrin des Lichts und dem dunklen Herrschers der Finsternis. Mit einer List hatte der schwarze Mann die Oberhand über das Feld erlangt und schien an der Kraft der Herrin zu zehren. Sie war so schwach geworden und das Himmelsgestirn verfinsterte sich mit jedem neuen Jahrhundert.

Als die vier sich gegenüber standen und ihre Hand aus streckten leuchteten sanfte Lichter über ihre Handflächen hinweg, bis jeder von ihnen eine Phiole in der Hand hatte. Jede Phiole trug eine Farbe aus den vier Elementen. Fisch betrachtet noch eine Weile das helle Blau in der Phiole, ehe sie ihren Blick erhob. Sie beschäftigte der Fluch, den der schwarze Mann gegen Euris Familie ausgesprochen hatte. Was für Konsequenzen würde er mit sich führen? Fisch faltete die Hände zu einem Gebet und betet für das Heil der Menschen und das die nächste Inkarnation mehr Glück und Kraft hatte, um es endgültig zu beenden.

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