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30. Januar 2018

"Ich möchte kein E-Book Reader haben, da mir die Wahrnehmung von echten Papier fehlt."

Höre ich solch einen Satz, verdrehe ich meist die Augen und habe das Zitat vor meinem inneren Auge: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht."
Doch meist ist ein gutes Buch besser als jede epub-Datei ganz klar! Doch wann sollte man doch überlegen, sich Bücher digital zu besorgen als auf Papier?

Zuerst einmal ist ein guter E-Book Reader nicht billig. Meist kosten sie zwischen 70 und 150 Euro. Es ist für mich subjektiv gesehen keine billige Investition. Hinzu kommt, dass viele Menschen mobile Geräte besitzen, die dieselben Dateien auslesen können wie der E-Book Reader und dieser dann überflüssig ist.
Doch ich mag den E-Book Reader mehr, da es für meine Augen angenehmer ist.

Ein E-Book Reader kann sich auf jeden Fall lohnen, wenn man sehr viel und oft liest. Wer nur ein oder zwei oder drei Mal im Jahr ein Buch zur Hand nimmt, ist der E-Book Reader eher Geldverschwendung.
Der E-Book Reader ist sehr platzsparend, denn statt 100 Bücher im Bücherregal hat man sie auf einem Gerät. Außerdem wiegt der E-Book Reader nicht so viel und ist leicht in der Hand zu halten.
Das Platzsparende war einer der Gründe, wieso ich mir einen E-Book Reader angeschafft habe. Der zweite Grund ist, dass ich kostenlose Geschichten von Wattpad oder Fanfiktion.de herunterlade und dann auf meinen tolino drauflade. So spare ich Papier und Tinte fürs Drucken. Auch das Anschaffen von einem neuen Buch ist bei einem E-Book Reader einfacher. Wenn ich ein Buch sehe und es haben will, bezahle ich es online per Paypal und kaufe es mir. Ich lade die Datei herunter und Flupp habe ich mein Buch auf meinem Reader bekommen und das an einem Sonntag!
Dann zu guter letzt wäre die Akkulaufzeit? Mein Tablet hält nur 15 Stunden und danach brüllt er quasi nach Strom. Ein E-Book Reader muss ich erst nach ca. 3 Wochen aufladen. Und zu guter Letzt die Makierfunktion. Da denke ich an meine Schulzeit zurück. Ich mit Franz Kafka "Die Verwandlung" in der Hand und in der anderen ein Marker. Ich musste mehrere Stellen markieren und habe das Buch ziemlich verunstaltet. Bei einem E-Book Reader gibt es das nicht.

Aber so wie der E-Book Reader Vorteile hat, so hat er auch Nachteile. Was ich sehr bitter finde ist, dass du beim Erwerben der Datei nur das Recht käufst das Buch zu speichern und zu lesen. Du kannst es nicht an andere Menschen verleihen ohne gleich den E-Book Reader mitzugeben. Dann wäre noch die Ladezeit. Das Umblättern dauert meist zu lang im Gegensatz zu einem Buch. Damit ist das Suchen von bestimmten Absätzen in Geschichten oder Fachbüchern im Grunde schwerer auf einem E-Book Reader als bei einem Buch. 

Doch wann sollte man sich kein E-Book Reader kaufen?
Dieses Gerät lohnt sich nicht, wenn man Fachbücher liest, bei der Bilder relevanter sind und die Größe des Readers nicht dafür ausreicht. Da würde selbst ich den Ebook Reader weglegen und das Buch zur Rate ziehen. Es lohnt sich auch nicht, wenn man mit Touch nicht zu recht kommt und es einen eher verunsichert. Beim Lesen sollte man das Gefühl von Sicherheit bekommen und wenn man das Gerät in der Hand nicht richtig bedienen kann, so sollte man auf die klassische Art zurück greifen.

2 Responses so far.

  1. Ich stimme dir im großen und ganzen zu, mit dem was du über eBook Reader schreibst. Gerade die langen Akkulaufzeiten bei e-Paper Reader gegenüber Tablets sind eine Überlegung für Vielleser. Auf der anderen Seite sind Tablets in Sachen eBook-Formate wesentlich flexibler.

    Was das Augenschonende angeht: JA und NEIN - es ist richtig das e-Paper Displays schonender für die Augen sind. Aber es gibt für Farbdisplays, das schließt auch den Bildschirm auf dem Schreibtisch und Laptops sämtlicher Betriebssysteme mit ein, sogenannte Blaufilter-Programme/Apps. Die regeln nciht nur im dunkeln die Helligkeit herunter, sondern legen zusätzlich eine Farbschleier die vor allem helle Farben abdämpfen. Blau, Rot und Graufilter sind deie gängigsten Farbfilter. Das die Farben dadurch ein wenig verfälscht werden ist klar, aber wenn es um das lesen im dämmerlicht geht ist mir ein Sepia-ähnlicher Sichteindruck lieber als von grellen Farben zu heller Displays geblendet zu werden. Es ist noch nciht die Regel, aber manche Hersteller diverser Tablets und Smartphones gibt seinen Geräten seit einiger Zeit auch solche Filter mit (Huawei/Honor, Apple bei iOS mit den letzten Versionen, MacOS seit Sierra zum Beispiel). Ich hab Blaufilter im dunkeln auch auf Laptops zu schätzen gelernt (f.lux und redshift sind recht gängige Programme für diverse Betriebssysteme).

    Displaygrößen und Displayauflösung sind zwei unterschiedliche Kriterien. Tablets gibt es mitlerweile bis 13" Größen - aber die Auflösung des Displays bestimmt eher darüber, wie Detailreich man Illustrationen auf einem Tablet/E-Paper Reader zu sehen bekommt. Hohe Auflösungen kosten allerdings auch entsprechend Geld.

    Um auf deine Frage an uns zurück zu kommen: ich bin eher ein Mischlings-Nutzer. Ich mag ein normales Buch, habe aber auch nichts gegen e-Paper Reader oder Tablets gerade wegen der Platzvorteile. Wobei ich eher ein Tablet verwende, aber auf dem Gerät mache ich ein paar Dinge mehr als nur Bücher lesen und spielen - da brauch ich nicht mehrere Geräte für diverse ZWecke mit mir herum tragen. Ist aber jetzt nur Zweckmäßig gedacht.
    Und ja, ich hab so auch meinen Kindle per App mit drin, genau wie CBZ/CBR Comic Reader. Das ich als Hobbyautor auch Drehbuchformate und Officeformate auf dem Ding ab und an wenigstens lesen muss, ist ein weiterer Grund, warum ich beim Tablet bleibe. Aber fürs langfristige lesen stimme ich dir zu: e-Paper hat da seine Vorteile.

  2. Franziska says:

    Für unterwegs nutze ich fast nur noch E-Books. Daheim darf es auch gerne mal ein Buch sein. Ich hab inzwischen einfach keinen Platz mehr so viele Bücher aufzuheben.

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